Programmpunkte 2026

Würdigen, was war – akzeptieren, was ist – gestalten, was kommt

Selbsterfahrungsseminar mit Familienrekonstruktion nach Virginia Satir

Dieses Seminar richtet sich an Fachkräfte des psycho-sozialen Felds, die sich autobiographisch- konstruktiv mit der eigenen Kindheit, Jugend und Familie auseinandersetzen wollen, um entlastende Perspektiven und stärkende Impulse für ihr aktuelles Leben zu gewinnen.

„Was du heute bist, ist ein Kommentar dessen, was du dort und damals gelernt hast.“ (Virginia Satir, 1916-1988, Pionierin der Familientherapie). Unsere heutigen Denk-, Fühl- und Verhaltensweisen sind geprägt durch zentrale Erfahrungen im Beziehungsgeflecht unserer Familien und Ursprungssysteme. Wie wir im Kontakt mit uns selbst sind und Beziehungen mit anderen aufnehmen, wie wir die Welt erleben, welche Regeln, Werte und Normen uns leiten, wie wir zu Entscheidungen kommen und wie wir mit Konflikten umgehen, all dies hat dort ihre Quelle.

Virginia Satir hat uns mit der „Familienrekonstruktion“ (Reko) ein wunderbares Werkzeug hinterlassen, mit dessen Hilfe wir dieses Wachstum fördern können. Menschliches Wachstum basiert auf der Fähigkeit, sich immer wieder mit seinen Wurzeln auseinander zu setzen, um prüfen zu können, welche persönlichen Prägungen in welcher Weise weiterwirken dürfen – und was es daneben neu zu entwickeln gilt. In relativ kurzer Zeit, in dichter, vertrauensvoller Atmosphäre werden intensive Entwicklungsprozesse beim Einzelnen angestoßen, um beispielsweise

  • die eigenen Verhaltensweisen besser zu verstehen
  • Eltern und Geschwister anders sehen zu lernen
  • sich von ungesunden „Aufträgen“ zu lösen
  • sich selbst die Erlaubnis zu Wachstum und Freiheit zu geben
  • stimmige Lebensvorstellungen zu entwickeln und zu gestalten
  • einen respekt- und liebevollen Blick auf sich selbst zu festigen.

Entlang einer gemeinsam herausgearbeiteten Fragestellung wird der jeweilige „Star“ bei der eigenen Familienrekonstruktion von den Selbsterfahrungsleiter*innen mithilfe von Skulpturarbeit, erlebnisorientierter Körperarbeit und weiteren kreativen Methoden der Selbsterfahrung achtsam begleitet. Die jeweils anderen Teilnehmenden können punktuell als Resonanzkörper mit in den Prozess einbezogen werden, wobei jegliche Impulse stets im Konjunktiv als Möglichkeiten angeboten werden. Die Selbstbestimmung des „Stars“ bleibt im Vorgehen handlungsleitend.

Familienrekonstruktion nach Virginia Satir unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von Praktiken, die gemeinhin als Familienaufstellung und/oder „Familienstellen“ bezeichnet werden.

Grundlage für die Teilnahme ist ein persönliches Kennenlernen bei einem der beiden kostenfreien Orientierungsabenden, bei denen die Selbsterfahrungsleiter*innen den Verlauf der „Reko-Woche“ vorstellen und hilfreiche Hinweise und Empfehlungen zu einer guten Vorbereitung geben.

Orientierungsabende (kostenfrei)

28.01.2026
oder
08.07.2026

jeweils 17:30 in Präsenz im Institut

Termin Rekowoche

03.08. – 07.08.2026, maximal 10 Personen

Gebühr

Euro 600,-

Leitung

Ingrid Müller und Jörn Harms

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